Mein Alltag mit einem High-Need-Kind

Es war so ein schöner Morgen. Wir waren zusammen einkaufen und ich war noch total stolz, dass mein Roadrunner sich Luftballons statt Schokolade ausgesucht hat.
Das Auto parkt immer direkt am Rande des Bauernhofes. Michi bringt die Einkäufe hinein und ich verbringe noch wunderschöne 1,5 Stunden mit dem Zwergenkind auf dem hofeigenen Spielplatz. Wir schaukeln und springen auf dem Trampolin, begrüßen die Kühe des Biohofes und schmusen ganz lange mit einem Kaninchen. Heute war der erste Tag, an dem wir eins auf den Arm nehmen konnten. Es fühlte sich pudelwohl bei mir und ließ sich von uns streicheln. Es kennt uns nun wohl lange genug, um Vertrauen zu fassen. Wir besuchen noch kurz Rocky, den Hofhund.
Zwergi hätte am liebsten noch eine Runde Billiard gespielt- oder nennen wir es- Kugeln in Löcher schubsen und lachen, wenn sie unten mit Gepolter heraus kommen. Aber der Mehrzweck-Raum war gerade besetzt, der Bauer hatte wohl eine Besprechung.
So grüßten wir kurz und gingen wieder in unsere Wohnung.

Gemeinsam bereiteten wir das Mittagessen vor. Es war total süß, Zwerg stellte Unmengen von Töpfen auf den Herd und verteilte jede Menge Schüsseln und Teller auf dem Tisch.
Er briet in der Pfanne Walnüsse samt Schale (ohne Hitze) und schwenkte die Pfanne dabei, als wolle er Pfannkuchen backen.
Anschließend wurden sie samt Pfanne noch kurz in den Ofen geschoben (nur mit eingeschaltetem Licht).
Währenddessen versuchte ich in den Unmengen von Töpfen den Überblick zu bewahren und das Mittag-Essen vorzubereiten.
Mein Kind kooperierte über 3 Stunden, spielte total ruhig kochen neben mir und erfreute sich an den Walnüssen.
Als ich einige Verpackungen in die Mülltonne bringen wollte, quetschte er sich durch meine Beine und rannte strümpfig zurück auf den Bauernhof. Na toll. Das wars dann wohl wieder mit Kooperation. Ich rannte, so schnell meine Beine trugen, aber mein Roadrunner ist schneller. Das Kind ist so unglaublich flink. “Hallo Oma,” begrüßt er die Hofoma. Sie saß gerade mit einem ihrer Urenkel in der Sonne. Sie hatte schon gehört, dass ich hinter ihm her rief, er hätte doch gar keine Schuhe an.
“Hallo, du kannst aber schnell laufen. Aber du hast keine Schuhe an, das geht hier auf dem Bauernhof nicht.”
Zwerg dreht um und rennt in den Mehrzweck-Raum, in dem immer noch eine Besprechung stattfand. Wir boten eine gute Show-Einlage, wie ich nur atemlos “Hallo, Entschuldigung” rief und mit dem Zwerg Fangen um den Billiard-Tisch spielte.
Zack, wieder aus der Tür hinaus, zurück Richtung Oma.
Nun hatte ich ihn gefangen und trug ihn Huckepack zurück ins Haus. Nicht die geringste Ahnung, was nun in ihn gefahren war.

“Zwerg raus!” “Wir waren gerade draußen und du bist weg gelaufen. Ich habe keine Lust, mit dir fangen zu spielen. AUßerdem koche ich gerade Essen.”
Nudeln essen! Zwerg Nudeln Essen!” Michi stand am Herd, er hatte die Zubereitung des Essens übernommen.
Ich setzte mich mit dem Zwerg auf die Küchenbank. “Die Nudeln müssen erst kochen und dann kommen sie noch in den OFen. Es dauert noch eine ganze Weile, bis das Essen fertig ist.”
“Muffins essen! Zwerg Muffins Essen!” “Ich habe auch Lust auf Muffins bekommen. Sollen wir nachher welche backen?” “Nein! jetzt Muffins!””Das tut mir leid. Jetzt haben wir keine Muffins.”
“Zwerg raus. Jetzt!” Du springst mich von hinten an, drückst mir beinahe die Luft weg und verheddert sich auch noch in meinen Haaren. “Lass meine Haare sofort los! Das tut mir weh!” Zwerg lacht. Wütend stehe ich auf, wühle im Kühlschrank nach Käse für den Auflauf. “Zwerg auch Käse essen!”
Ich denke mir nur: Hauptsache, ich habe dann meine Ruhe. Bei dem Geschrei drehe ich gleich durch.” und gebe ihn ein Stück.
Plötzlich absolut zufrieden kaut er auf dem Käse herum.
Vielleicht hat er Hunger? Das Essen dauert noch locker 45 Minuten. Möchtest du ein Stück Brot! Jaaaa, Brot! Zwerg Brot essen! JETZT!
Okay, ich schmiere also ein Honigbrot, schneide es in der Mitte durch und schneide mir selbst ein kleines Stück ab.
Eigentlich habe ich nämlich mittlerweile auch großen Hunger.
“Oh neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Du mein Brot geesst! Du mein Brot geesst! Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin”
Oh, mein Fehler. In der Autonomie-Phase mitten in einem High-Need-Anfall sein Brot essen. Schlechte Idee.
Wieder wütendes Geschrei. Langsam geht mir die Puste aus.
“Ja, tut mir leid. Ich habe nicht dran gedacht, dich zu fragen. Entschuldige. Aber ich verspreche dir, das Brot schmeckt noch genauso gut.”
“Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Schmecken nicht besser!”
Das stimmt. Besser schmeckt es davon nicht, aber genauso gut.
Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Wütendes Aufgeheule.
Mir platzt nun endgültig der Kragen: “Iss jetzt dein Brot, verflixt! Es gibt kein anderes!”
Mit großen Augen schaut der Zwerg mich an. Ja, so rede ich selten mit dir. Nur dann, wenn ich gefühlt zur “Arschloch-Mama” mutiere. Wenn mir die Nerven durchgehen, weil ich mir seit 30 Minuten lautstarkes Meckern, Schreien und weinen anhöre.
Immerhin, die Schocktherapie hat funktioniert. Zwerg isst sein Brot und ist keine 5 Minuten später wieder ein Goldschatz.
“Puuuuuh. Kannst du nicht einfach sagen: Mama, ich hab ganz doll Hunger?” “Jaaaaaaaaa, ganz doll Hunger war das!”

Wir misten aus, räumen auf und gestalten um

Unsere Homepage wird gerade für unser nächstes großes Projekt vorbereitet. BÄMM!
Wundere dich nicht, wenn es hier anders aussieht als du es kennst. Alle Funktionen sind nach wie vor verfügbar.

Unsere Homepage wird gerade für unser nächstes großes Projekt vorbereitet. BÄMM! 
Wundere dich nicht, wenn es hier anders aussieht als du es kennst. Alle Funktionen sind nach wie vor verfügbar. 
Sollten wir doch etwas “verlegt” haben, schreib uns eine Email unter: info@glanz-reise.de oder kontaktiere uns über Facebook oder WhatsApp. Rauchzeichen könnten schwierig werden. 

Es ist Zeit, nach Hause zu fahren.

Wir wohnen bei einer sehr christlichen, ruhigen und lieben Familie in der Rhön auf einem alten Bauernhof. Nebenan werden Kühe gezüchtet in Mutterkuh-Haltung, mit Auslauf, frischem Heu… So wie man sich ein Tierleben erhofft. Gestern war ein Junge im Alter unseres Zwergs zum Spielen da. Die Mutter ist auch auf Wanderschaft hier hängen geblieben. 🤣
Hier dürfen wir zur Ruhe kommen und unsere Basis finden. 😊

Ich bin müde, Boss. Verdammt. Ich bin ja der Boss.

Es wird Zeit für uns, wieder mehr Normalität und Alltag zu haben. 
Alltag muss ja nicht Hamsterrad heißen. 
Ich mag alle Dinge, die ich benutzen möchte, sofort finden, weil sie einen festen Platz haben. 
Ich mag in einer Küche Kaffee kochen, in der ich mich gut auskenne.
Ich mag wissen, wo heute und auch in 4 Wochen noch mein Bett steht. 
Ich mag wissen, mit wem ich zusammen wohne und mir sanitäre Anlagen teile. 
Ich mag dauerhaft Heizung, Wärme, Strom und WLAN! Unglaublicher Luxus, immer alle Ressourcen in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben 💗Ebenso wie Kleidung. 
Ich mag mich an ein bestimmtes Klima gewöhnen. Selbst, wenn es kaltes Klima ist. 
Ich mag unsere Tiere um mich haben. 
Ich mag eine Zwergen sichere Wohnung. Mein Kind einfach flitzen lassen können, ohne Sorge, er zerstört das Eigentum anderer, könnte sich verletzen oder stört irgend wen. 
Ich mag alleine Paarzeit mit meinem Mann haben. 
Ich mag nur Menschen um mich herum haben, die ich mag, die mir, wie ich ihnen, mit Wertschätzung begegnen. 
Ich mag ein Netzwerk aus wertschätzenden Menschen. Ich mag einfach Sein können.


Verkünden dürfen wir eine schöne Neuigkeit:

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Michael hat eine Drachentraumreise für euch geschrieben und aufgenommen. 
Die ersten 5 Käufer erhalten 50% Rabatt. Statt 6,97 Euro nur 3,49 EUR. 


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Sein oder Nichtsein

Die schönsten Zeiten mit meinen “Eltern” waren die, in denen ihre inneren kinder präsent waren oder sie entspannt waren.
Also eigentlich immer dann, wenn sie nicht der Meinung waren, sie oder ich “müssten” irgendwas.

Die schönsten Zeiten mit meinen “Eltern” waren die, in denen ihre inneren kinder präsent waren oder sie entspannt waren.
Also eigentlich immer dann, wenn sie nicht der Meinung waren, sie oder ich “müssten” irgendwas.
Ich brauchte weder Grenzen noch Verbote noch Lob.
Natürliches SEIN dürfen und SEIN lassen sind meine schönsten Kindheitserinnerungen. 💗

Wenn wir SIND und unser Zwerg SEIN darf, ist er gerne in unserer Nähe und kooperiert automatisch. 💗

Das Leben kann so einfach sein. Sonne, schaukeln, kuscheln, fertig ✌️

Ich bin traurig

Jemand, der dich dauerhaft bewertet, ist möglicherweise in Opferrolle oder Manipulation.
Was braucht es, damit andere dich nicht mehr bewerten?
Was passiert, wenn du das Spiel nicht mehr mitspielst? 
Ein Spiel funktioniert nur solange es einen Spielpartner gibt. 

Es ist völlig ok, der Arsch zu sein, um ein Spiel gewaltfrei zu beenden.
Darauf, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke, darauf sitzt mein Fokus und genau das wird passieren! 
Das darf in deiner Wahrheit so sein, wenn es für dich von Bedeutung ist. 
In meiner Wahrheit sind Liebe, Zusammenhalt, Fürsorge, Bedürfnisse und Leichtigkeit von Bedeutung.   

Ich sehne mich nach einem Leben, in dem Menschen aus ihrer Freude heraus zusammen halten.  Jenseits von vorgepressten Standarts,  im Land der weggeworfenen krummen Gurken.
Ein Leben ohne Uhr und Kalender. Einfach SEIN. Du merkst doch auch so, wann es dunkel wird, wann es hell ist, wann der Mond scheint und wann nicht? 

Warum denken selbst Menschen, die glauben, sie seien anders, nur in Standarts und vorgepressten Schienen? Warum denken sie, es täte ihnen gut, sich selbst zu kasteien und immer und immer wieder in Strukturen zu pressen?
Warum glaubst du, im Recht zu sein, wenn du einen Menschen in deine Wahrheit schiebst?  Anderen Menschen zu sagen, wie sie sich anderen gegenüber verhalten sollen, damit deine Rechnung aufgeht? Warum glaubst du, ist es nötig, einen Menschen sozial dahin zu pressen, wo du ihn gerne hättest?

Warum glaubst du, du seist so anders als die Soldaten des Systems, wenn du: 

  • Bewertungen auf dich und andere Menschen setzt? 
  • Andere mit möglichst viel Angst und Drama einschüchterst, wenn sie nicht nach deiner Pfeife tanzen?
  • Erst mal dem anderen die Schuld zuschiebst und ihn zum Täter deines Spiels machst, obwohl du selbst der Jenige bist,  der sich anlügt?Es ist nicht einfacher, jemandem die Schuld zu geben. Denn dann bist du in der Opferrolle und nicht handlungsfähig!
    Dann regieren Groll, Wut, Trauer,Tränen und Angst dein Leben.
    In meiner Wahrheit ist es einfacher, sich selbst zu reflektieren. Verantwortung für das zu übernehmen, was ich getan, gesagt und gelebt habe.

    Denn: wenn ich mich selbst sehe und hinterfrage, DANN kann ich handeln.Sobald du einen Satz mit: Aber du, du hast, du bist, du tust, du machst…. formulierst, oder es in deinem Leben häufiger darum geht, dass irgendwer “nicht richtig ist”, bewegst du dich im Feld von:

  • Manipulation
  • Opferrolle
  • Angst
  • Mangel 
  • Pseudogefühlen (GFK- immer wenn es einen Täter geben kann, ist es kein Gefühl, sondern hausgemacht- zb du hast mich verletzt). Ja, es ist möglich, dass andere dich verletzen, die sich in diesem Feld bewegen. Doch du selbst kannst entscheiden, ob du das Spiel mitspielen möchtest oder ob du dich daraus entfernst.
    Jemand, der dich ständig schlecht bewertet, wird es nicht gut mit dir meinen oder nutzt einen “dysfunktionalen” Weg, dir seine Wahrheit mitzuteilen.

    Jemand, der dich dauerhaft bewertet, ist möglicherweise in Opferrolle oder Manipulation.
    Was braucht es, damit andere dich nicht mehr bewerten?
    Was passiert, wenn du das Spiel nicht mehr mitspielst?
    Ein Spiel funktioniert nur solange es einen Spielpartner gibt. 

    Es ist völlig ok, der Arsch zu sein, um ein Spiel gewaltfrei zu beenden.

 Ich bleibe bei mir – damit habe ich genug zu tun. 

Damit meine ich nicht Egozentrik oder Ausblenden, sondern reflektiertes Handeln jenseits von Bewertungen und Pseudogefühlen.
Darauf, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke, darauf sitzt mein Fokus und genau das wird passieren!
Das darf in deiner Wahrheit so sein, wenn es für dich von Bedeutung ist. 

In meiner Wahrheit sind Liebe, Zusammenhalt, Fürsorge, Bedürfnisse und Leichtigkeit von Bedeutung.   

 

Irgendwie mache ich etwas falsch

Ich möchte mich auch selbständig machen. Aber IRGENDWIE klappt das nicht. IRGENDWO hängt es und ich habe keine Ahnung, was ich falsch mache.

Weißt du, welche Worte ich am häufigsten höre, wenn ich per PN angeschrieben werde?

Ich finde es so toll, was ihr macht! Ich möchte auch ein Online-Business aufbauen.

Oder auch:

Ich möchte mich auch selbständig machen. Aber IRGENDWIE klappt das nicht. IRGENDWO hängt es und ich habe keine Ahnung, was ich falsch mache.

Tatsächlich sind neben Trauma-Begleitungen die häufigsten Worte: falsch machen, irgendwie und irgendwas.
Du machst gar nichts falsch! Du bist gut, so wie du bist! 💗 Du bist wunderbar 💗
Und du machst auch keine Fehler 💗 Du sammelst Erfahrungen. 😊

Warum klappt es trotzdem nicht?
Das finde ich liebend gerne mit dir heraus. 💗

🙏Schick mir einfach eine PN und wir telefonieren Mal, damit wir uns kennen lernen können und ich eine Idee dafür bekomme, IRGENDWIE und IRGENDWAS in Themen und Worte zu formulieren. 🙏

Wie Michael seine Beziehung zu Rügen heilte

Ich habe meine Beziehung mit der Insel Rügen geheilt und möchte auf jeden Fall wiederkommen

Die Insel Rügen und ich

Anfang Mitte der 90er war ich mit meinen Eltern das erste Mal auf der Insel Rügen. Mir ist in Erinnerung geblieben, dass das kein schöner Urlaub war, um genau zu sein, wohl einer der schlechtesten Urlaube, die wir je hatten.
Genauso wie meine Eltern wollte ich nicht mehr auf Rügen. An die genauen Details erinnere ich mich nicht mehr, die Details, die nicht das Problem sind, möchte ich hier nicht aufschreiben, das würde den Rahmen sprengen.

Nun hat uns unser Trip nach Stralsund geführt, zu Freunden, und da mir noch ein paar Kleinigkeiten im Kopf geblieben sind, wollte ich meiner Familie ein paar Sehenswürdigkeiten der Insel zeigen. Völlig ohne zeitliche Orientierung sind wir also nach Putbus an den Bahnhof gefahren, um den Rasenden Roland zu sehen. Wie ich es manifestiert habe, war die alte Dampflok im Bahnhof und wir konnten zusehen, wie er gerade umgekoppelt wurde. Dies zu sehen drückte mir fast die Tränen in die Augen. Es war einfach wunderschön diese alte Dampflok wieder in Aktion zu sehen.
Der nächste Stop war die Seebrücke. Dort hielten wir uns etwas länger auf um zwei Fischbrötchen zu essen, etwas zu trinken, das Meer zu betrachten und einfach nur frei zu sein.
Nach dem Stop an der Seebrücke wollten wir eigentlich direkt an einen Sandstrand fahren, um dort zu baden.

Auf dem Weg dorthin fiel mir ein Schild mit einem Baumwipfelpfad auf. Spontan fuhren wir dorthin und liefen ca. 1, 6 km durch die Baumwipfel. Am höchsten Punkt des Pfades angekommen, ca. 40 m über dem Boden, konnten wir weite Teile der Insel überblicken.
Nach dem ungeplanten Stop in den Baumwipfeln fuhren wir dann erschöpft weiter an den Strand an denen wir eigentlich fahren wollten. Dort konnten wir unsere müden Füße kühlen und genossen die Zeit am Meer.
Durch den unplanmäßigen Stop in den Baumwipfeln, konnten wir an diesem Tag leider die Kreidefelsen nicht mehr besichtigen. Also fuhren wir zurück aufs Festland nach Stralsund zu unseren Freunden.
Der Tagesausflug auf Rügen war so schön, dass ich auf der Rückfahrt zu meiner Frau sagte, dass wir auf jeden Fall zurück auf diese schöne Insel kommen werden.
Der Tagesausflug war so schön, so entspannend und die Insel ist ebenfalls wahnsinnig schön.

Vielleicht war das Problem meiner Eltern damals ihr Mindset.

Ich habe meine Beziehung mit der Insel Rügen geheilt und möchte auf jeden Fall wiederkommen.

Wie der Regen uns zum Zweifeln brachte

Zwischendurch zweifelte gerade Michael sehr mit dem Reisen an sich, unserer unkomfortablen, einfachen Ausrüstung in Kombination mit dem Wetter, das uns zu dritt auf 10 qm einpferchte. Ständig gehen in gebückter Haltung unter der Plane. Ein Königreich für einen Wohnwagen, ein Wohnmobil oder zumindest ein Hauszelt! Mehr Schutz vor Wetter und “Kälte”.

Ich blieb, wie meistens, optimistisch und bedürfnisorientiert. 
“Wenn wir alle eine Nacht im warmen Bett geschlafen haben, gehts uns besser.” 

 

Unser Lager in Hänigsen / Niedersachsen

Weder Kälte noch Nässe an sich machen krank. Doch ständig in nass-kalter Umgebung hat der Körper viel zu leisten, um sich aufzuwärmen. Dieser Aufwärm-Prozess ist eine willkommene Lücke im Immunsystem für Krankheits-erreger.  3 Tage in mehr oder minder kalter, aber ständig nasser Umgebung, das fährt dir in die Glieder, das geht sprichwörtlich durch Mark und Bein. Wir glaubten schlicht ausgelaugt zu sein “durchgeregnet” und beschlossen, weiter zu fahren und uns für eine Nacht in Zimmer zu nehmen. Auch ist es zu dritt auf einer Luftmatratze wirklich kuschelig-eng und jeder sehnte sich nach Schlaf mit Ellenbogenfreiheit.
Zwischendurch zweifelte gerade Michael sehr mit dem Reisen an sich, unserer unkomfortablen, einfachen Ausrüstung in Kombination mit dem Wetter, das uns zu dritt auf 10 qm einpferchte. Ständig gehen in gebückter Haltung unter der Plane. Ein Königreich für einen Wohnwagen, ein Wohnmobil oder zumindest ein Hauszelt! Mehr Schutz vor Wetter und “Kälte”.

Ich blieb, wie meistens, optimistisch und bedürfnisorientiert.

“Wenn wir alle eine Nacht im warmen Bett geschlafen haben, gehts uns besser.”

Zwischenstop 5: Groß Laach, Ferienwohnung

 

Wir sind nochmal etwa 170 km gefahren und haben eine schnuckelige Ferienwohnung gefunden. Mittlerweile sind wir im Osten Deutschlands angekommen und kommen der Küste immer näher. Noch 200 km trennen uns von unserem nächsten festen Ziel: Stralsund. Hier treffen wir langjährige Online-Freunde.

Glücklich im Trockenem und Warmen

Gestern sind wir glücklich, wenn auch müde angekommen. Die Besitzerin war so lieb, uns unsere Wäsche zu waschen und zu trocknen. Sie war sich nicht sicher, ob die Waschmaschine hier in der Ferienwohnung funktioniert.

“In einer Nacht bekommen Sie das sowieso nicht trocken, bringen Sie’s einfach rüber, ich stell’s Ihnen dann morgen früh einfach rein.”

Ich war völlig baff, so lieb empfangen zu werden.

Bezüglich meiner Vermutung, wir hätten einfach nur Bedürfnisse nach Wärme, Komfort und Schlaf hatte ich mich leider vertan. Ja, diese Bedürfnisse waren bei allen vorhanden und verstärkt, aber nicht durch vorherigen Mangel, sondern durch Krankheit. Ich habe heute Bauchschmerzen, Michael hat die halbe Nacht im Bad verbracht mit Brech-Durchfall. Der Zwerg hat Durchfall, ist aber als einziger quick fidel. Es heißt nun also einen weiteren Tag regenerieren.

Das hat uns nochmal gezeigt, wie schwer es sein kann, die eigenen Bedürfnisse zu deuten und dass gerade offene Bedürfnisse in Kombination mit Wetter einen relativ schnell zum Zweifeln bringen können.

 

Camping im Wespenjahr

Leben im Einklang mit der Natur
So kannst du ungefährdet draußen essen. Wir teilen.

Aggressive Wespen? Du bist auch gereizt, wenn du nicht genügend Nahrung zu dir nimmst.

Leben im Einklang mit der Natur
So kannst du ungefährdet draußen essen. Wir teilen.

Aggressive Wespen? Du bist auch gereizt, wenn du nicht genügend Nahrung zu dir nimmst.

2018 ist ein Wespenjahr. Wer gerne draußen ist(s)t, wird es schon festgestellt haben: Dieses Jahr sind viele Wespen unterwegs. Deutlich mehr als die letzten Jahre. Zusätzlich haben die Wespen durch die Trockenheit Schwierigkeiten, in der Natur genügend Nahrung und Flüssigkeit zu finden.

Sobald wir etwas Süßes oder Fleisch essen, sind gleich fünf am Start. Eine Herausforderung, vor allem, wenn Panik vor Stichen dazu kommt. Manche Menschen vermeiden es sogar, draußen zu essen.

Wie funktioniert das beim Camping? Sitzen wir beim Essen hinter verschlossenem Moskitonetz? Auch bestimmt eine Variante, aber nicht unsere.
Von einem guten Freund haben wir uns den Wespenteller abgeschaut. In doppelter Variante. Hinter unserem Zelt lagern wir benutztes Geschirr und Abfall bis zur Reinigung/Entsorgung. Dort steht ebenfalls unsere Wespentränke: eine flache Schüssel mit süßem Getränk. Dort geht es sprichwörtlich zu wie im Bienenschlag. Ca. 20 Wespen tummeln sich dort stets.

Zusätzlich stellen wir bei Mahlzeiten einige Meter entfernt von uns einen Teller mit einigen Brocken von unserer aktuellen Nahrung auf.

Alle sind zufrieden und niemand wird gestört oder gar gestochen.Vorsicht bei nasser Badekleidung: die Wespen kommen, um zu trinken.

Sollte es doch zu einem Stich kommen:

Interessant zu wissen: eine allergische Reaktion entsteht wenn überhaupt beim 2. Stich im Leben, denn nach dem 1. Stich kann der Körper erst Antikörper bilden. Vorher kennt er das Gift nicht.

Hausmittel: einen Löffel mit warmem Wasser/Kaffee/Tee erhitzen und auf den Stich drücken, zerstört das Eiweiß. Erst anschließend kühlen und z. B. mit Zwiebel einreiben, um einer Entzündung entgegen wirken. Außerdem ziehen die ätherischen Wirkstoffe der Zwiebel das Gift heraus.

Selbstverständlich ist es unverzichtbar bei Anzeichen einer starken Reaktion einen Arzt aufzusuchen oder die 112 zu wählen.

Ich war am Ziel meiner Träume. Ich hatte “das große Ziel” erreicht!

Dennoch… war das nicht das Paradies. Das Glück im Außen zu suchen hat mir nichts genutzt. Selbst ein wunderbarer Mann und ein großartiger Sohn können das nicht. Und das ist auch gut so. Gerald Hüther würde sagen: “Sie haben ihren Mann und ihr Kind zum Objekt gemacht. So wie Sie es in ihrer Kindheit gelernt haben. Zum Glück haben beide Ihnen den Mittelfinger gezeigt. Auf ihre Art.”

Warum große Ziele in ihrer Absolution dich unglücklich machen.

Ich hatte “es” geschafft. Ich war ein schwer traumatisiertes Mädchen und habe jahrelang Therapie gemacht, um “eine gute Mutter werden zu können.” Mir war klar, dass ich eine Familie gründen wollte. So richtig altmodisch: Mama, Papa, 2 Kinder.

Mann war langer keiner in Aussicht. Aber ich war auch noch nicht bereit. Ich wollte so lange Therapie machen, bis ich fähig war, eine verantwortungsbewusste und liebevolle Mutter zu sein. Mir war klar: ich wollte nicht meine ganzen Störungen an mein Kind weitergeben. 

Während einer Tablettenumstellung vor 5 Jahren war ich in einer Tagesklinik und half liebevoll einer Zwillingsmama mit Wochenbett-Depression Tag für Tag mit ihren Babys.
Für mich waren diese Babys die größte Therapie. Diese hilflosen Würmer zeigten mir, wie gut es tat, zärtliche Verantwortung zu übernehmen.
Die Therapeutin fragte mich eines Tages: “Warum haben Sie eigentlich keine Kinder?”
Ich warf ihr meine ganzen Glaubenssätze wie ein Sprudel an den Kopf. Das ich Angst hätte, emotional zu überflutet zu sein um mich um ein Kind kümmern zu können, wie es ihm gebührt. Dass ich doch “krank” wäre,…
Sie sagte mir, dass ich über die Maßen empathisch wäre und sie sich vorstellen könnte, dass ich eine sehr liebevolle Mama wäre.
Meine Augen formierten sich zu Bauklötzen. War das das therapeutische “Go”? Das war es.
Ihre Einschätzung teilte ich. Aber war ich wirklich bereit?
Einen wunderbaren Mann hatte ich ja tatsächlich an der Seite. Verlobt. Das Geld stimmte auch, grundsätzlich wären die Voraussetzungen vorhanden.
Die Entscheidung, eine Familie zu gründen, war gefallen. Wir heirateten und über die Hochzeitsvorbereitungen fiel ich in einen Rausch an Hormonen. Ich flog förmlich. Ich schwebte über der Erde. Ich konnte meine Tabletten komplett absetzen und war dennoch stabil. Mein Wunsch, nicht schwanger zu sein an der Hochzeit, wurde nur bedingt erfüllt. Ich war schwanger, aber ich wusste es nicht. Drei Tage nach unserem Rauschenden Fest an einem See, das drei Tage lang ging, war der Test positiv. Weiter gings durchs Meer der Hormone. Ich schwebte eher auf Wolke 21 als auf Wolke 7…. jaja, die starken Emotionen… ich war auf der Zielgeraden. Meine großen Träume erfüllten sich nach 10 Jahren Arbeit an mir selbst.
Dann kam nach einer sehr schwierigen Schwangerschafts-Endphase mit ständigen Arztbesuchen und Krankenhaus-Aufenthalten endlich unser Winzling auf die Welt.
Nie hatte ich so gefühlt. Nie war ich so voller Liebe für ein Menschenwesen gefühlt. Ich dachte, mein Herz platzt. Doch es platzte nicht, die Liebe durchströmte und füllte mich.
Das große Ziel. Das Paradies. Jetzt bin und bleibe ich für immer glücklich. 
Das Schicksal zeigte mir, dass Glück nur aus einem selbst kommen kann. Das Leben gab uns den saftigsten Arschtritt ever. Unser Würmchen brüllte tagtäglich, das die Wände wackelten. Bis zu 12 Stunden.
Da waren sie wieder, die Glaubenssätze. “Siehste. Hab ich doch gesagt. Ich hätte nie ein Kind bekommen sollen. Was soll ich jetzt tun? Wenn ich zum Jugendamt gehe, werden sie ihn mir wegnehmen, weil ich zu krank bin. Ich als psychisch kranke Frau hätte niemals ein Kind bekommen sollen.
Nach außen hin lächelte ich unter Panda-Bären-Augenrändern. Mimte die glückliche Mutter. Doch ich bereute zu tiefst.
Verschiedene Menschen versuchten mich im Laufe der Zeit aufzubauen, sobald ich sie einweihte in einen Teil meiner Gedanken. “Ich als Arzt hatte auch ein Kolikbaby und ich konnte ihm nicht helfen.” “Ich als Psychologin habe ein Kind, das nicht spricht.” “Ich als Hebamme habe ein 2 Kg-Baby bekommen.” “Ich als Sozialpädagogin habe schwierige Teenager.”
Mir war der Sinn damals nicht klar. Ich konnte mit diesen Aussagen nichts anfangen. Im Heute ist mir klar: Du identifizierst dich mit dem, was du bist, was du glaubst. Und es ist völlig egal, ob das ein Helfender Beruf oder ein Stigmata ist: Du denkst, dir als, was auch immer, dürfe das nicht passieren.
Ich erholte mich nur langsam. Ich bereute lange, Mutter geworden zu sein. Paradies… pah! Von wegen!
Ich fraß mich durch Bücher, bis ich völlig verunsichert war. “Ich bin eine gute Mutter.” “Jedes Kind kann schlafen lernen.” “Jedes Kind kann Regeln lernen”. (So eine Mutter wollte ich niemals sein, flog in die Ecke.) “Emotionale Narben aus Schwangerschaft und Geburt aufarbeiten.” “So beruhige ich mein Baby” “Nein aus Liebe.” “Elterncoaching.” “Leitwölfe sein.” Das war schon eher meine Richtung. Bedürfnisorientiert auf mein Kind eingehen, war doch das, was ich wollte, was sich gut anfühlte. Worauf er auch am besten reagierte. Also beachtete ich die Bedürfnisse von meinem Baby. Wurde zur Löwenmama. Ein falsches Wort gegenüber mir oder meinem Kind und ich brüllte. Ein Löwenmama-Brüllen. Auch dem Papa gegenüber. Gemeinerweise. Er hatte es nicht leicht mit uns.
“Sollte soviel heißen wie: Halts Maul, du kennst weder mich noch mein Kind.”
Ich war bedürfnisorientiert, bis ich im Burnout war. Bis nichts mehr ging. Akku leer. Da hatte die Löwenmama sich wohl verschätzt. Bedürfnisorientiert bedeutet, die Bedürfnisse aller zu beachten. Auch und gerade die eigenen. Ups.
Nun mit leerem Akku musste ich zumindest lernen, meinem Mann zuzutrauen, ein guter Papa sein zu können. Ich war fertig.
“Sie rennen ernsthaft mit einem Schreibaby und Wochenbett-Depression 13 Monate durch die Gegend, kommen hier her und erzählen mir, Sie seien eine schlechte Mutter? Ich weiß nicht, woher Sie diese Kräfte genommen haben. Bei einer Wochenbett-Depression kriegen andere nicht mal die Füße vors Bett und Sie tragen gleichzeitig ein Schreibaby ein komplettes Jahr durch die Welt. Sie sind in Wahrheit eine Superheldin. Sie haben übermenschliches geleistet.”
Huch? Das war harter Tobak. Solche Fakten und Vergleiche zeigten mir, dass ich gar nicht schlecht oder nicht genug leistungsfähig oder zu wenig belastbar war.
Du bist was du glaubst. Diese Frau lies mich glauben lernen, eine Superheldin zu sein. Mit lieben Worten, mit dem engelhaftesten Lächeln, mit Methoden wie Hypnotherapie.
Meine Seele heilte.
Dennoch… war das nicht das Paradies. Das Glück im Außen zu suchen hat mir nichts genutzt. Selbst ein wunderbarer Mann und ein großartiger Sohn können das nicht. Und das ist auch gut so. Gerald Hüther würde sagen: “Sie haben ihren Mann und ihr Kind zum Objekt gemacht. So wie Sie es in ihrer Kindheit gelernt haben. Zum Glück haben beide Ihnen den Mittelfinger gezeigt. Auf ihre Art.”
Und genau deswegen wird ein bestimmtes Ziel niemals das Paradies bringen. Das Paradies ist in deinem Kopf und deinem Herzen. Dauerhaftes Glück erreichst du nur durch inneres Glück und inneren Frieden.