Mein Alltag mit einem High-Need-Kind

Es war so ein schöner Morgen. Wir waren zusammen einkaufen und ich war noch total stolz, dass mein Roadrunner sich Luftballons statt Schokolade ausgesucht hat.
Das Auto parkt immer direkt am Rande des Bauernhofes. Michi bringt die Einkäufe hinein und ich verbringe noch wunderschöne 1,5 Stunden mit dem Zwergenkind auf dem hofeigenen Spielplatz. Wir schaukeln und springen auf dem Trampolin, begrüßen die Kühe des Biohofes und schmusen ganz lange mit einem Kaninchen. Heute war der erste Tag, an dem wir eins auf den Arm nehmen konnten. Es fühlte sich pudelwohl bei mir und ließ sich von uns streicheln. Es kennt uns nun wohl lange genug, um Vertrauen zu fassen. Wir besuchen noch kurz Rocky, den Hofhund.
Zwergi hätte am liebsten noch eine Runde Billiard gespielt- oder nennen wir es- Kugeln in Löcher schubsen und lachen, wenn sie unten mit Gepolter heraus kommen. Aber der Mehrzweck-Raum war gerade besetzt, der Bauer hatte wohl eine Besprechung.
So grüßten wir kurz und gingen wieder in unsere Wohnung.

Gemeinsam bereiteten wir das Mittagessen vor. Es war total süß, Zwerg stellte Unmengen von Töpfen auf den Herd und verteilte jede Menge Schüsseln und Teller auf dem Tisch.
Er briet in der Pfanne Walnüsse samt Schale (ohne Hitze) und schwenkte die Pfanne dabei, als wolle er Pfannkuchen backen.
Anschließend wurden sie samt Pfanne noch kurz in den Ofen geschoben (nur mit eingeschaltetem Licht).
Währenddessen versuchte ich in den Unmengen von Töpfen den Überblick zu bewahren und das Mittag-Essen vorzubereiten.
Mein Kind kooperierte über 3 Stunden, spielte total ruhig kochen neben mir und erfreute sich an den Walnüssen.
Als ich einige Verpackungen in die Mülltonne bringen wollte, quetschte er sich durch meine Beine und rannte strümpfig zurück auf den Bauernhof. Na toll. Das wars dann wohl wieder mit Kooperation. Ich rannte, so schnell meine Beine trugen, aber mein Roadrunner ist schneller. Das Kind ist so unglaublich flink. “Hallo Oma,” begrüßt er die Hofoma. Sie saß gerade mit einem ihrer Urenkel in der Sonne. Sie hatte schon gehört, dass ich hinter ihm her rief, er hätte doch gar keine Schuhe an.
“Hallo, du kannst aber schnell laufen. Aber du hast keine Schuhe an, das geht hier auf dem Bauernhof nicht.”
Zwerg dreht um und rennt in den Mehrzweck-Raum, in dem immer noch eine Besprechung stattfand. Wir boten eine gute Show-Einlage, wie ich nur atemlos “Hallo, Entschuldigung” rief und mit dem Zwerg Fangen um den Billiard-Tisch spielte.
Zack, wieder aus der Tür hinaus, zurück Richtung Oma.
Nun hatte ich ihn gefangen und trug ihn Huckepack zurück ins Haus. Nicht die geringste Ahnung, was nun in ihn gefahren war.

“Zwerg raus!” “Wir waren gerade draußen und du bist weg gelaufen. Ich habe keine Lust, mit dir fangen zu spielen. AUßerdem koche ich gerade Essen.”
Nudeln essen! Zwerg Nudeln Essen!” Michi stand am Herd, er hatte die Zubereitung des Essens übernommen.
Ich setzte mich mit dem Zwerg auf die Küchenbank. “Die Nudeln müssen erst kochen und dann kommen sie noch in den OFen. Es dauert noch eine ganze Weile, bis das Essen fertig ist.”
“Muffins essen! Zwerg Muffins Essen!” “Ich habe auch Lust auf Muffins bekommen. Sollen wir nachher welche backen?” “Nein! jetzt Muffins!””Das tut mir leid. Jetzt haben wir keine Muffins.”
“Zwerg raus. Jetzt!” Du springst mich von hinten an, drückst mir beinahe die Luft weg und verheddert sich auch noch in meinen Haaren. “Lass meine Haare sofort los! Das tut mir weh!” Zwerg lacht. Wütend stehe ich auf, wühle im Kühlschrank nach Käse für den Auflauf. “Zwerg auch Käse essen!”
Ich denke mir nur: Hauptsache, ich habe dann meine Ruhe. Bei dem Geschrei drehe ich gleich durch.” und gebe ihn ein Stück.
Plötzlich absolut zufrieden kaut er auf dem Käse herum.
Vielleicht hat er Hunger? Das Essen dauert noch locker 45 Minuten. Möchtest du ein Stück Brot! Jaaaa, Brot! Zwerg Brot essen! JETZT!
Okay, ich schmiere also ein Honigbrot, schneide es in der Mitte durch und schneide mir selbst ein kleines Stück ab.
Eigentlich habe ich nämlich mittlerweile auch großen Hunger.
“Oh neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Du mein Brot geesst! Du mein Brot geesst! Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin”
Oh, mein Fehler. In der Autonomie-Phase mitten in einem High-Need-Anfall sein Brot essen. Schlechte Idee.
Wieder wütendes Geschrei. Langsam geht mir die Puste aus.
“Ja, tut mir leid. Ich habe nicht dran gedacht, dich zu fragen. Entschuldige. Aber ich verspreche dir, das Brot schmeckt noch genauso gut.”
“Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Schmecken nicht besser!”
Das stimmt. Besser schmeckt es davon nicht, aber genauso gut.
Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Wütendes Aufgeheule.
Mir platzt nun endgültig der Kragen: “Iss jetzt dein Brot, verflixt! Es gibt kein anderes!”
Mit großen Augen schaut der Zwerg mich an. Ja, so rede ich selten mit dir. Nur dann, wenn ich gefühlt zur “Arschloch-Mama” mutiere. Wenn mir die Nerven durchgehen, weil ich mir seit 30 Minuten lautstarkes Meckern, Schreien und weinen anhöre.
Immerhin, die Schocktherapie hat funktioniert. Zwerg isst sein Brot und ist keine 5 Minuten später wieder ein Goldschatz.
“Puuuuuh. Kannst du nicht einfach sagen: Mama, ich hab ganz doll Hunger?” “Jaaaaaaaaa, ganz doll Hunger war das!”

Wir misten aus, räumen auf und gestalten um

Unsere Homepage wird gerade für unser nächstes großes Projekt vorbereitet. BÄMM!
Wundere dich nicht, wenn es hier anders aussieht als du es kennst. Alle Funktionen sind nach wie vor verfügbar.

Unsere Homepage wird gerade für unser nächstes großes Projekt vorbereitet. BÄMM! 
Wundere dich nicht, wenn es hier anders aussieht als du es kennst. Alle Funktionen sind nach wie vor verfügbar. 
Sollten wir doch etwas “verlegt” haben, schreib uns eine Email unter: info@glanz-reise.de oder kontaktiere uns über Facebook oder WhatsApp. Rauchzeichen könnten schwierig werden. 

Es ist Zeit, nach Hause zu fahren.

Wir wohnen bei einer sehr christlichen, ruhigen und lieben Familie in der Rhön auf einem alten Bauernhof. Nebenan werden Kühe gezüchtet in Mutterkuh-Haltung, mit Auslauf, frischem Heu… So wie man sich ein Tierleben erhofft. Gestern war ein Junge im Alter unseres Zwergs zum Spielen da. Die Mutter ist auch auf Wanderschaft hier hängen geblieben. 🤣
Hier dürfen wir zur Ruhe kommen und unsere Basis finden. 😊

Ich bin müde, Boss. Verdammt. Ich bin ja der Boss.

Es wird Zeit für uns, wieder mehr Normalität und Alltag zu haben. 
Alltag muss ja nicht Hamsterrad heißen. 
Ich mag alle Dinge, die ich benutzen möchte, sofort finden, weil sie einen festen Platz haben. 
Ich mag in einer Küche Kaffee kochen, in der ich mich gut auskenne.
Ich mag wissen, wo heute und auch in 4 Wochen noch mein Bett steht. 
Ich mag wissen, mit wem ich zusammen wohne und mir sanitäre Anlagen teile. 
Ich mag dauerhaft Heizung, Wärme, Strom und WLAN! Unglaublicher Luxus, immer alle Ressourcen in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben 💗Ebenso wie Kleidung. 
Ich mag mich an ein bestimmtes Klima gewöhnen. Selbst, wenn es kaltes Klima ist. 
Ich mag unsere Tiere um mich haben. 
Ich mag eine Zwergen sichere Wohnung. Mein Kind einfach flitzen lassen können, ohne Sorge, er zerstört das Eigentum anderer, könnte sich verletzen oder stört irgend wen. 
Ich mag alleine Paarzeit mit meinem Mann haben. 
Ich mag nur Menschen um mich herum haben, die ich mag, die mir, wie ich ihnen, mit Wertschätzung begegnen. 
Ich mag ein Netzwerk aus wertschätzenden Menschen. Ich mag einfach Sein können.


Verkünden dürfen wir eine schöne Neuigkeit:

Klick hier, um zur Hörprobe zu kommen 

Michael hat eine Drachentraumreise für euch geschrieben und aufgenommen. 
Die ersten 5 Käufer erhalten 50% Rabatt. Statt 6,97 Euro nur 3,49 EUR. 


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Herzlich Willkommen

Schön dass du bei uns gelandet bist!

Zur Zeit bauen wir etwas unsere Homepage um. Bitte nicht wundern wenn es hier ein bisschen anders aussieht als sonst 🙂

Wie begleiten dich in schwierigen Lebenssituationen und zeigen dir Lösungen.

Mit uns kannst du auf eine Reise gehen, die dich verändern wird und dich zu dem macht, der du sein möchtest.

Wir können durch unsere Erfahrung helfen. Wir wissen wie du dich fühlst. Uns ging es auch schon einmal so!

Wir bringen Ordnung in dein Chaos!

Wir bieten:

Lebensberatung, Haushaltstraining, Burnout-Prävention, Lösungsvorschläge, mehr Selbstliebe, Persönlichkeitsentwicklung. Firmenberatung bezüglich Persönlichkeitsentwicklung und Automatisierung, spirituelle Beratung, geführte Meditationen/ Traumreisen, individuelle persönliche einzel Coachings, Gruppen Coachings usw.

Hier eine kleine Übersicht, was du bei uns findest:

Und ganz wichtig: Unser Shop, den findest du unter glanz-reise.de/shop

Besuch in der zukünftigen Gemeinschaft

Eines der drei Kinder steckt den Kopf zur Tür herein. “Essen? Hunger!”

“Gleich fertig. Wenn du möchtest, darfst du die Teller schon Mal rübertragen.” stolz nimmt die dreijährige die Kinderteller entgegen.

Sie darf helfen, sie hat auch eine Aufgabe. Sie trägt zur Gemeischaft bei.

Das Klappern der Teller ruft die anderen beiden herbei. Auch sie nehmen gerne Geschirr entgegen.

Das bedeutet für uns Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Ein großer Topf steht leise blubbernd auf dem Herd. Ein Teil der Erwachsenen sitzt gemeinsam in der Küche, kocht, schnippelt und putzt Salat. Es ist teils ruhig, harmonisch, fast schon meditativ.

Teils typische Hektik beim Kochen, strukturierte Aufteilung von Schneidbrettern, Gemüse und Schüsseln. Gemeinsam kochen für sieben Personen. Heute gibt es Spaghetti-Bolognese mit frischem Gemüse und einem gemischtem Salat.

Eines der drei Kinder steckt den Kopf zur Tür herein. “Essen? Hunger!”

“Gleich fertig. Wenn du möchtest, darfst du die Teller schon mal rüber tragen.” stolz nimmt die dreijährige die Kinderteller entgegen.

Sie darf helfen, sie hat auch eine Aufgabe. Sie trägt zur Gemeischaft bei.

Das Klappern der Teller ruft die anderen beiden herbei. Auch sie nehmen gerne Geschirr entgegen.

“Piep,Piep,Piep. Wir ham uns alle lieb. Jeder isst soviel er kann, nur nicht seinen Nebenmann. Piep, Piep,Piep, wir ham uns alle lieb. Bravo!gut gekocht! Wir klatschen.”

Mit sieben Menschen gemeinsam essen. Nicht nur die Kinder lieben dieses Ritual. Auch den Großen geht das Herz auf. Gemeinschaft. Zugehörigkeit. Wertschätzung.

Was sonst manchmal zu Unmut führen kann, wird von den Kindern mit Freude, mit Bestimmtheit eingefordert: Jetzt geht es ins Bad zum Zähneputzen. Alle drei zusammen. Gekicher. Rangeleien um den besten Platz am Waschbecken. “Hier ich zähneputzen!”

Ein Erwachsener bringt die Kinder ins Bett, hilft ihnen beim Zähneputzen und umziehen.

Die anderen Erwachsenen räumen den Tisch ab, räumen das Geschirr in die Spülmaschine, stellen Knabberkram, Getränke auf den Wohnzimmertisch. Erwachsenenzeit.

“Die Mamas kommen bitte zum Gute Nacht sagen.”

Im Kinderzimmer stehen ein Feuerwehrbett und ein Hochbett. Alle drei Kinder schlafen zusammen. Ich gehe von Bettchen zu Bettchen zu Bettchen und wünsche eine gute Nacht. Seeliges Kinderlächeln. So schön.

Letztens ist die dreijährige auf der Couch bei Mama eingeschlafen und unser Kleiner beim Papa im Gästezimmer.

Der siebenjährige geht ins Kinderzimmer, sieht die leeren Betten und ruft: “Also, alleine schlafe ich sicher nicht!”

Verständnisvolles Lächeln. Wir großen würden auch nicht alleine schlafen wollen. Unser Zwerg braucht gerade eine Extra-Portion Papa. Nach ereignisreichen Tagen kommt er nur schwer runter.

Der siebenjährige kuschelt sich zu seiner Schwester und der Mama auf die Couch.

Ich gehe in den Garten. Atme die kühlere Abendluft genussvoll ein. Manchmal habe ich auch Lust, nochmal in den Pool zu steigen. Diese Stille! Ich bin hochsensibel und darf gut auf mich achten. Erdung. Nach nur wenigen Minuten bin auch ich runtergefahren.

So sehr ich das alles hier liebe: ich bin froh, wenn die untere Wohnung im Haus frei wird, und wir mehr Platz haben. Bis dahin werden noch einige Monate vergehen, wir werden oft herkommen und viel reisen.

Zuhause ist da, wo dein Herz wohnt.

Ich gehe wieder nach Oben. Die Kinder schlafen. Im TV läuft Sascha Grammel. Zum ersten Mal seit einem Jahr freue ich mich über den Fernseher. Wir gammeln zu viert auf der Couch. Quatschen, klönen, lachen. Manchmal ist es auch ganz ruhig. Ein oder zwei Lesen oder spielen Handyspiele. Es darf so Sein, wie es gerade ist. Wie jeder es gerade braucht.